In Satellitenkameras, Laser-Kommunikationsterminals und Infrarot-Teleskopen befindet sich ein oder mehrere Spiegel. Werden diese Spiegel aus Metall statt aus Glas gefertigt, sind sie leichter und leiten Wärme besser – doch es gibt ein Problem: Metall dehnt sich bei Temperaturänderungen aus und zieht sich zusammen. Ändert sich die Temperatur, ist die Spiegeloberfläche nicht mehr eben, und das optische System „gerät aus dem Tritt".
Was passiert, wenn die Spiegeloberfläche nicht mehr eben ist
Sobald sich der Spiegel verformt, wird die Wellenfront gestört. In leichten Fällen wird die Bildebene unscharf und die Brennweite driftet; in schweren Fällen sinkt die Bildqualität direkt. Bei Laser-Kommunikationsterminals führt die thermische Verformung des Spiegels zu Strahldivergenz und Wellenfrontverzerrung, die auf den Detektor treffende Leistung nimmt ab, und die Kommunikationsstrecke wird instabil. Die Kontrolle der thermischen Verformung von Metallspiegeln bedeutet daher im Kern, die optischen Kenngrößen zu erhalten.
Zwei Quellen der thermischen Verformung
Erstens: die Wärmeausdehnung und -kontraktion des Spiegelkörpers selbst. Bei Temperaturänderungen ändern sich die Abmessungen aller Teile des Spiegels. Wenn eine Seite des Spiegels zum kalten Weltraum und die andere zu wärmeerzeugenden elektronischen Komponenten zeigt, sind die Temperaturen beider Seiten unterschiedlich, und die Ausdehnungsbeträge unterscheiden sich ebenfalls. Im Inneren entstehen thermische Spannungen, und die Spiegeloberfläche wird „verzogen".
Zweitens: Beschichtung und Substrat „streiten" sich. Aluminiumspiegel werden üblicherweise mit einer Schicht chemischen Nickels beschichtet, da sich Nickel auf optische Rauheit polieren lässt. Allerdings unterscheiden sich die Wärmeausdehnungskoeffizienten von Aluminium und Nickel-Phosphor-Legierung. Bei Temperaturänderungen dehnt sich der eine schneller aus, der andere langsamer; an der Grenzfläche ziehen sie aneinander, und der Spiegel verbiegt sich. Dies ist der bimetallische Effekt. In kryogenen Infrarotsystemen, die bei 100 K arbeiten, beträgt der Temperaturunterschied von Raumtemperatur auf Betriebstemperatur mehrere hundert Grad – eine solche Verbiegung reicht aus, um die Spiegeloberfläche vollständig zu ruinieren.
Wie die Formhaltung gelingt
Materialien abstimmen. Wird eine hochsiliziumhaltige Aluminiumlegierung (Siliziumgehalt über 40 %) als Substrat verwendet, lässt sich ihr Wärmeausdehnungskoeffizient nahe an den der chemischen Nickelschicht angleichen (etwa 13×10⁻⁶/K), wodurch die bimetallische Verbiegung an der Wurzel reduziert wird. Kohlenstofffaserverstärkter Kohlenstoff und keramische Matrixverbundwerkstoffe bieten einen anderen Weg: extrem niedriger Wärmeausdehnungskoeffizient und geringe Dichte machen sie für Hochtemperatur-Vakuumumgebungen geeignet.
Spannungen konstruktiv abbauen. Metallspiegel kleiner und mittlerer Apertur (150–250 mm) verwenden heute meist eine zentrale rückseitige Abstützung oder rückseitige Montage statt einer Montage über den Außenflansch – genau um den Einfluss von Montagespannungen auf die Spiegeloberfläche zu verringern. In einigen Studien werden Sekundärspiegelbaugruppen mit Kugelgelenken eingesetzt, die der thermischen Verformung Raum zum Abbau geben und den RMS der Oberflächenform über einen Bereich von -30 °C bis 70 °C bei etwa 3 nm halten.
Konstruktiv kompensieren. Ein weitergehender Ansatz: Da sich die thermische Verformung nicht vermeiden lässt, werden Spiegelform und Materialverteilung im Voraus so ausgelegt, dass die Verformung in einem bestimmten Temperaturfeld die optischen Aberrationen genau „kompensiert".
Wie man das verifiziert
In der Entwurfsphase berechnet die Finite-Elemente-Analyse die Änderung der Oberflächenform unter thermischer Last; anschließend werden diese mit Zernike-Polynomen in optische Aberrationen wie Defokus und Astigmatismus zerlegt, um zu prüfen, ob sie innerhalb der Toleranz liegen. Abschließend wird der Spiegel mit einem Interferometer in einer realen Temperaturumgebung vermessen, um die Zuverlässigkeit der Simulation zu bestätigen.
Ein leicht übersehener Punkt: der Einfluss der Befestigungsvorspannung. In vielen Fällen wird die Kraft beim Anziehen der Schrauben während der Montage bei niedrigen Temperaturen zur Hauptquelle des Oberflächenformfehlers. Die thermische Auslegung darf daher nicht nur Materialien und Temperatur betrachten – auch die Montagetechnik bestimmt die endgültige Qualität der Spiegeloberfläche.
Letztlich geht es bei der Kontrolle der thermischen Verformung von Metallspiegeln darum, ein Gleichgewicht zwischen Wärmeausdehnung der Materialien, Struktursteifigkeit und optischer Formtoleranz zu finden. Die Kombination aus ausdehnungsangepassten Materialien, flexibler Montage und aktiver Kompensation treibt Metallspiegel in immer extremere Temperaturbereiche. Bei der Fertigung und Formkontrolle solcher hochpräzisen Metallspiegel ist
Changchun Yutai Optics seit Langem auf die Bearbeitung und Optimierung der thermischen Stabilität von Spiegeln auf Metallsubstrat spezialisiert – von der Materialauswahl über die Beschichtungsanpassung bis zur Montagetechnik – und bietet praxisnahe Lösungen zur Formhaltung für Weltraumoptik und kryogene Infrarotsysteme.
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